Wasn eigentlich hochsensibel?

Wasn eigentlich hochsensibel?

Das Thema Hochsensibilität hat gerade in Zeiten des „Crönchens“ besondere Aufmerksamkeit erfahren und sicher denken sich viele, dass es sich um ein „Trend-Thema“ handelt, das sich irgendwann einmal wieder legt wie diese komischen dicken Treter, die an schmalen Teenager Beinen immer so zementblockartig wirken (wie, die sind immer noch in Mode? Ach, wieder. Verrückt!).

Aber nix da – was viele vielleicht gar nicht wissen: Hochsensibilität ist weder eine Erkrankung, noch ein Verhalten, das sich jemand „aneignet“ oder zulegen kann wie eine modische Handtasche (allerdings ist es durchaus möglich, eine steigernde Sensitivität zu entwickeln, aber dazu irgendwann mehr).

Hochsensibel ist eine Eigenschaft. Ein sogenanntes Temperamentsmerkmal. Genauso wie „cholerisch“, „nachtaktiv“ oder „ehrgeizig“. Es gibt nur einen entscheidenden Unterschied zu anderen Merkmalen, die wir als normal betrachten: Es hat häufig zur Folge, dass diese Menschen missverstanden werden oder auch gerne mit dem Satz „Das kannst Du gar nicht merken“ das Gefühl vermittelt bekommen, nicht so ernst genommen zu werden oder irgendwie falsch zu sein.

Und dieses Gefühl kann dazu führen, dass wahrnehmungsstarke Personen (das Wort beschreibt die Eigenschaft besser und viel verständlicher) sehr früh anfangen, sich zurück zu ziehen oder auch große Zweifel in sich zu tragen. Ich kenne das Gefühl sehr gut und habe eigentlich die ersten 3 Jahrzehnte meines Lebens damit verbracht mir selbst einzureden, dass ich nicht von dieser Welt sein kann. Denn schließlich fühlte ich mich nirgendwo „zugehörig“. Ich war ein Alien in Menschengestalt. Gefangen in einem Körper, der so viele starke Fähigkeiten hat, den ich jedoch nie wirklich zu schätzen wusste, weil mir diese Fähigkeiten gefühlt bloß Ablehnung und Unverständnis einbrachten.

Deshalb setze ich mich heute sehr dafür ein, das Thema HSP (highly sensitive Person oder Personality) in einem neuen Licht zu betrachten: Von der STARKEN Seite. Denn die scheinbare Schwäche, die von außen wahrgenommen wird, ist nichts Anderes als die Folge einer Dauerüberreizung, denen hochsensible Menschen ausgesetzt sind. Weil der „Reizfilter“ im Kopf einfach mehr durchlässt (um es platt auszudrücken). Die Zellen haben einfach viel mehr zu tun und die Ermüdung ist das, was letztendlich von allen WAHRgenommen wird. Allerdings gebe ich zu, dass auch ich etwas Zeit gebraucht habe, um meine Eigenschaft als Geschenk und nicht als Bürde zu betrachten.

Aber genau das ist das Gute an unserem Körper, unserem Gehirn: Wir können unsere Denkweise verändern. Und damit unser Handeln. Jederzeit.

Wenn Du Dich fragst, ob Du hochsensibel bist oder Fragen dazu hast, melde Dich sehr gerne bei mir oder melde Dich bei meinem Newsletter an – dort geht es rund um das Thema WAHRnehmung und ich greife meine drei Kernbereiche (Genusstraining, HSP und Selbstbild stärken) immer wieder auf:
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